„Gesundheitscampus Varel“: „Das Entscheidende kommt erst noch“

Pressemitteilung vom 28. Mai 2026

ZUKUNFT VAREL geht den Weg zur Errichtung des „Gesundheitscampus Varel“ trotz einiger Bedenken mit und wird den Prozess nach Möglichkeiten unterstützen.
Fest stehe jedoch, so Karl-Heinz Funke: „Das Entscheidende kommt erst noch. Der Beschluss am Dienstag im Kreistag ist zunächst einmal ein Arbeitsauftrag an die Verwaltung. Ob die konkrete Umsetzung dann auch realisiert wird und wie diese sich konkret gestaltet, wird sich erst noch zeigen.“ Um die bestehenden Strukturen am Standort Varel jedoch zumindest zunächst zu sichern, werde das Konzept seitens der Wählergemeinschaft unterstützt, vor allem auch, um Einsatz und Engagement der verbliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu würdigen und zu unterstützen und ein Juwel wie unsere Frauenklinik zu erhalten und zu sichern.

„Dieses Konzept darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Landkreis sich weigert, die alleinige Verantwortung für das St. Johannes-Stift zu übernehmen. Warum der Landkreis für den Erhalt der Gynäkologie, für die Etablierung eines ohnehin bereits beschlossenen und seitens des Landes Niedersachsen geförderten Ambulanten Operationszentrums (AOZ) sowie für das MVZ nunmehr aufwendig neue Gesellschaften gründen will, erschließt sich nicht“, so Axel Neugebauer (ZUKUNFT VAREL). „Im Gegenteil, die Begründungen aus den Vorlagen werfen mehr Fragen auf als sie Antworten geben.“ Dort heißt es u.a. die „Bündelung operativer Aufgaben innerhalb der Gesundheitscampus Varel GmbH ermöglicht klare organisatorische Trennung zwischen bisherigem Krankenhausbetrieb und neu entstehenden Versorgungsstrukturen“ und die Umstrukturierung könne „als organisatorischer und wirtschaftlicher Puffer dienen, um neue Versorgungsangebote zu etablieren und Übergänge zu organisieren.“ Das seien zunächst leere Worthülsen, die eine inhaltliche Begründung vermissen ließen.

Da man im Frühjahr und Frühsommer des vergangenen Jahres jedoch die ernsthafte Befürchtung hatte und immer noch habe, dass die letzten bestehenden Versorgungseinrichtungen in Varel verloren gingen, werde die Wählergemeinschaft die Bestrebungen zum Erhalt unterstützen und dabei vor allem auch auf andere politische Mehrheiten nach den bevorstehenden Wahlen setzen, resümieren Funke und Neugebauer.

„Juwel unserer Stadt erhalten“ –
ZUKUNFT VAREL sieht den Landkreis Friesland in der Pflicht

Pressemitteilung vom 5. Mai 2026

ZUKUNFT VAREL hat die Weigerung der Landkreise Wittmund und Wesermarsch zur Beteiligung am Defizit der Geburtsklinik und Gynäkologie in Varel mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Es war aber leider zu erwarten. Jeder, der hören wollte, konnte wissen, dass Äußerungen Offizieller von Stadt und Landkreis, wie „Wir sind auf einem guten Weg, es laufen gute Gespräche“, nichts mit der Wirklichkeit zu tun hatten und haben.
ZUKUNFT VAREL hat frühzeitig beantragt, darüber zu verhandeln, dass die Frauenklinik in Varel um ein Sozialpädiatrisches Zentrum gestärkt wird, so wie es auch Kinderärzte geraten haben, aber der Kreisausschuss des Landkreises Friesland hat mit Mehrheit abgelehnt, sich überhaupt damit zu befassen.
Karl-Heinz Funke: „Der Landkreis Friesland ist verantwortlich für die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Der Landkreis Friesland und seine Gremien tragen die Verantwortung für die Situation, wie man sie jetzt vorfindet. Der Landkreis trägt die Verantwortung für eine entsprechende medizinische Versorgung im Bereich Geburtshilfe und Gynäkologie für die Frauen in Friesland!“
Und Friedhelm Michaelis (ZUKUNFT VAREL) fügt hinzu: „Das Land hat festgestellt, dass die Frauenklinik in Varel „planungsrelevant“ ist, verweigert jetzt aber jegliche finanzielle Beteiligung. Es ist einfach nur noch traurig. Wir fordern den dauerhaften Erhalt dieses „Juwels“ unserer Stadt!“


Schreiben unseres Kreistagsabgeordneten Karl-Heinz Funke an Herrn Sven Ambrosy vom 17. März 2026

 
Freistellung des Leiters und Chefarztes der „Frauenklinik“ am St. Johannes-Stift, Varel
 
Sehr geehrter Herr Landrat, sehr geehrter Herr Vorsitzender,
die „Frauenklinik“ des Vareler St. Johannes-Stiftes ist zweifellos ein „Juwel“ für die Gesundheitsversorgung in der Region Varel, Friesland, Wesermarsch und darüber hinaus. Das wird nicht zuletzt durch den AOK-Zufriedenheitsreport 2025 belegt (Patientenzufriedenheit 89%, und damit weit an der Spitze).
Nachdem die Existenz des St. Johannes-Stiftes in den letzten drei Jahren auch durch politische Fehlentscheidungen, Falschinformation und „kommunikatives Desaster“ systematisch „kaputt gemacht“ wurde, ist jetzt der Leiter und Chefarzt der Frauenklinik wegen eines bisher nicht einmal festgestellten hinreichenden Verdachtes „freigestellt“ worden. Die Bevölkerung ist empört, fühlt sich brüskiert und hat – gelinde  formuliert – viele Fragen.
Ich will es persönlich klar und deutlich sagen (ob man gegen mich strafrechtliche Maßnahmen einleitet oder nicht: es ist meine Meinung): Aufgrund dessen, was ich in Sachen Friesland-Kliniken erlebt habe, kann auch eine Intrige nicht ausgeschlossen werden! Oder warum wird ein Vorgang von November 2025 gerade jetzt offenbart, wo, um zu retten, was vielleicht noch zu retten ist, über ein sog. „Gesundheitszentrum“ für Varel gesprochen und verhandelt wird?
Ich frage:
1.     Wie lief die „Freistellung“, z.B. die Anhörung des Betroffenen, konkret ab?
2.     Warum wurden Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der Friesland-Kliniken „anonymisiert“, also angeblich ohne Nennung von Namen und der betroffenen Abteilung, unterrichtet?
3.     Sollte es so gewesen sein, hat im Aufsichtsrat bzw. in der Gesellschafterversammlung bei der Tragweite des Vorwurfs wirklich niemand nachgefragt?
4.     Wurde auch nicht über die Person, welche die Vorwürfe erhebt, gesprochen, um eine mögliche Abwägung vorzunehmen?
5.     Wurde der Aufsichtsrat über die denkbaren Folgen der „Freistellung“ hinsichtlich der medizinischen Versorgung informiert?
6.     Wenn ja, welche Aussagen dazu hat es von der Geschäftsführung gegeben?
7.     Was hat der Aufsichtsrat konkret beschlossen, oder hat es lediglich eine zustimmende Kenntnisnahme gegeben?
8.     Ist intensiv geprüft bzw. im Aufsichtsrat diskutiert worden, ob es tatsächliche/juristische Alternativen zur „Freistellung“ gibt, die bis zur zumindest ansatzweisen Klärung des erhobenen Vorwurfs die Weiterarbeit einer bisher unbescholtenen, menschlich und fachlich hoch angesehenen Persönlichkeit im Interesse des Schutzes eben dieser Persönlichkeit und im Interesse der Gesundheitsversorgung möglich gemacht hätte?
9.     Wer trägt letztlich die Verantwortung für die getroffene Entscheidung?
 
Sehr geehrter Herr Landrat, sehr geehrter Herr Vorsitzender,
dies sind nur einige von vielen Fragen, die gestellt werden. Im Sinne der Transparenz, von der immer die Rede ist, müssen sie dringend beantwortet werden.
Mit freundlichen Grüßen
Karl-Heinz Funke

Was zeichnet uns aus?

Ich bin ein Experte auf meinem Gebiet. Aber ohne mein Team wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Ich liebe es, mit Gleichgesinnten zusammenzuarbeiten und mit meiner Leidenschaft und Kompetenz meine Ziele zu verwirklichen.

„Frauenklinik erhalten und
weiterentwickeln“ – 
ZUKUNFT VAREL appelliert an die Verantwortlichen

Pressemitteilung vom 11. März 2026: 


Die Wählergemeinschaft ZUKUNFT VAREL beobachtet die aktuellen Ereignisse um das Sankt Johannes-Hospital mit großer Sorge und appelliert an die Verantwortlichen. „Wir fordern nachdrücklich, dass sofort alles getan wird, um den Betrieb der Frauenklinik aufrechtzuerhalten und die Versorgung zu sichern“, so Karl-Heinz Funke, Fraktionsvorsitzender und Kreistagsmitglied. „Im Streit um das Vareler Krankenhaus hat man uns schon letztes Jahr den Sitz im Aufsichtsrat genommen, sodass wir die Informationen im Gegensatz zu den anderen Parteien lediglich aus der Presse beziehen. Gleichwohl werden wir alle Maßnahmen genau verfolgen und nicht aufhören, um die Klinik zu kämpfen.“
Unabhängig von den letzten Neuigkeiten aus dem Sankt Johannes-Hospital begrüßt die Wählergemeinschaft ZUKUNFT VAREL die Pressemitteilung der SPD Friesland, die Frauenklinik in Varel auszubauen. „Es handelt sich um eine Forderung, die wir bereits im letzten Jahr gestellt haben“, erinnert Gesche Wittkowski, Bürgermeisterkandidatin für Varel und Vorsitzende der Wählergemeinschaft.
ZUKUNFT VAREL hatte im April 2025 im Kreistag den Antrag gestellt, die bereits vorhandenen Abteilungen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie das ambulante OP-Zentrum und das MVZ am Standort Varel zu erhalten und auszubauen sowie zusätzlich die Verlegung der Kinderklinik von Wilhelmshaven nach Varel und die Einrichtung eines sozialpädiatrischen Zentrums zu prüfen. Dieser Antrag wurde seinerzeit nicht einmal beraten, vielmehr wurde mit Stimmen von SPD, CDU, Grünen und FDP beschlossen, sich nicht mit diesem zu befassen.
„Wir sind bereit, diesen Antrag erneut in den Kreistag einbringen, um unsere Frauenklinik in der Existenz zu sichern und nach Möglichkeit sogar auszubauen“, so Funke abschließend. „Wenn die SPD ihren Sinneswandel ernst meint und es sich nicht um bloßes Wahlkampfgetöse handelt, freuen wir uns über konstruktive Zusammenarbeit für unser Krankenhaus“.

„Damit das Debakel nicht 
zum totalen Desaster wird“

Rede unseres Fraktionsvorsitzenden Karl-Heinz Funke zur Gründung der Projektgesellschaft "Gesundheitszentrum Varel" in der Ratssitzung vom 28. Oktober 2025


Varel hat kein Krankenhaus mehr, und heute versuchen wir, mit der Gründung einer Projektgesellschaft, zusammen mit privaten Investoren, den kläglichen Restbestand als sogenanntes „Gesundheitszentrum“ zu retten.
Das ist die Wirklichkeit, alles andere ist Verkleisterung und Beschönigung. Und das muss ausgesprochen werden; denn gute Politik beginnt damit, dass gesagt wird, was ist, so haben es schon so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Bismarck, Lassalle, Ebert, Adenauer, Schmidt und andere formuliert.
Das Vareler Krankenhaus wurde 1863 gegründet, damals gab es kein Krankenhaus in Wilhelmshaven, Brake oder Westerstede. Es hatte und hat also Bedeutung für die ganze Region und erfreute sich – von Ausnahmen abgesehen – immer eines ausgezeichneten Rufes, bis heute, man vergleiche nur die Bewertung von Patientinnen und Patienten im Vergleich zu den Häusern in Sanderbusch und Wilhelmshaven!
Für Varel ist die Auflösung des St.-Johannes-Hauses ein Einschnitt von historischer Bedeutung. Es verschwindet eine identitätsstiftende Institution, vergleichbar mit der Verlagerung der Hansa-Werke von Varel 1932 nach Bremen, dem Verlust des Amtssitzes 1935 zugunsten Jevers und dem Abzug der Bundeswehr 2007.
Das Vareler Krankenhaus wurde in den letzten Jahren systematisch geschleift, und das teilweise auf geradezu skandalöse Art und Weise, was die Behandlung der Belegschaft – Ärzte, Pflegepersonal usw. –, der Öffentlichkeit und derer, die mit den Entscheidungen nicht einverstanden waren und sind, betrifft. Und dabei schreckte man seitens der Geschäftsführung und des Aufsichtsratsvorsitzenden auch nicht vor Unwahrheiten zurück.
Das Vareler Krankenhaus wurde geschleift, ohne dass genaue Zahlen hinsichtlich der Verlustbringer vorlagen und vorliegen; die erstellten Gutachten waren und sind einseitig. Dabei hatte die Geschäftsführerin, so der Beschluss des Kreistags, den eindeutigen Auftrag, die beiden Standorte der Friesland-Kliniken, Varel und Sanderbusch, zusammenzuführen. Dieser Auftrag ist nie erfüllt worden, im Gegenteil, es wurde alles so gedreht und gewendet, dass das St.-Johannes-Stift geopfert wurde.
Mit dem Kreistagsbeschluss vom 02.07.25 wurde das Schicksal des Vareler Krankenhauses endgültig besiegelt. Ein Zentralklinikum soll zusammen mit der Stadt Wilhelmshaven gebaut werden, Standort: unbekannt; Planung: nur geschätzte Kosten 400 Millionen, sonst nichts, außer: die „Frauenklinik“ wird von Varel dorthin verlegt. Aber hehre Worte: Minister Philippi laut Landrat: „Tolle Idee“, Kreistagsabgeordnete sprechen von „Strahlkraft“ dieser Zentralklinik, vom Charakter einer „Universitätsklinik“, und das bei der Entwicklung in Georgsheil, Westerstede und Oldenburg! Ich halte es da mit den Vareler Ärzten, die sagen, wir brauchten ein solches Zentralklinikum nicht, wir brauchten eine ordentliche Grundversorgung.
Worum geht es heute: Wir beschließen eine „Projektgesellschaft“, um vielleicht den Restbestand einer medizinischen Versorgung in Varel zu retten, um zu verhindern, dass aus einem Debakel ein totales Desaster wird; auf dem Hintergrund, auf dem das geschieht, besteht wahrlich kein Grund zur Begeisterung. Ich bedanke mich bei den Herren Horn, Hendel, Dr. Brinkmann und Dr. Richter für ihre Bereitschaft mitzuwirken und mitzumachen.
Dabei gilt es folgende Fragen zu klären:

1. Wir wollen die Frauenklinik in Varel erhalten. Wir wissen, dass Frauenkliniken (Gynäkologie/Geburtshilfe usw.) immer defizitär sind. Schon im Kreistag habe ich ausgeführt, dass ein Defizit in Varel ja nicht schlechter ist als ein Defizit in Sanderbusch; insoweit ist auch eine Finanzierung durch den Landkreis in jeder Weise gerechtfertigt.


Der Landrat ist der Auffassung (so am 06.10.25), durch die Aussage des Landes Niedersachsen, die Gynäkologie und Geburtshilfe am Standort Varel seien nicht versorgungsrelevant, aber planungsrelevant, greife das Konnexitätsprinzip. Auf meine schriftliche Anfrage beim Landrat, ob diese seine Meinung mit dem Land abgestimmt sei, antwortete er mir schriftlich: „Nein, die Auffassung ist nicht abgestimmt. Es besteht ein Dissens. Das Land sieht keinen Anspruch auf zusätzliche Leistungen für das St.-Johannes-Hospital, wir aufgrund des neuen Tatbestandes ‚planungsrechtlich notwendig‘ schon.“

2. Wir wollen ein medizinisches Versorgungszentrum und ein ambulantes Operationszentrum in Varel.

Ursprünglich ist sowohl von der Geschäftsführerin als auch vom Landrat gesagt worden, dass ambulante Operationen schwerpunktmäßig im St.-Johannes-Hospital durchgeführt werden sollen. Am 24.09.25 haben der Landrat und am 06.10.25 die Geschäftsführerin ausgeführt, dass es auch weiterhin ambulante Operationen am Standort Sanderbusch geben werde (Landrat Ambrosy) bzw. Sanderbusch und Varel „trotz vorheriger Aussagen zwangsläufig im Wettbewerb stehen“ (so Frau Hohmann).


3. In die Verhandlungen soll die Einrichtung eines Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) aufgenommen werden. Auf diesem Gebiet gibt es eine große Versorgungslücke. Varel wäre in Zusammenarbeit z.B. mit Oldenburg dafür prädestiniert.

Abschließend bedanke ich mich ausdrücklich bei der Vareler Bevölkerung – und darüber hinaus – für ihren Einsatz für unser Krankenhaus. Das stimmt, bei der sonst empfundenen Trauer, hoffnungsfroh.

Das ist schon dreist!“

Pressemitteilung vom 01. September 2025

Die SPD Varel appelliert an das Klinikpersonal. 
Diesen Appell unterstützt auch ZUKUNFT VAREL.
Aber: Dass ausgerechnet die Partei, die maßgeblich als stärkste Fraktion im friesländischen Kreistag die Zerstörung unseres Krankenhauses zu verantworten hat, jetzt Appelle an die Mitarbeiter richtet, ist eine Verhöhnung der Menschen in Varel und im Krankenhaus.
Es war maßgeblich die SPD, mit dem Landrat und ihren Kreistagsabgeordneten, die es zugelassen und vorangetrieben hat, dass die Innere Abteilung und die Chirurgie sang- und klanglos abgewickelt wurden und die am 02. Juli einen Beschluss gefasst hat, der weitere Kündigungen im Sankt Johannes zur Folge hatte.
Karl-Heinz Funke: „So will man sich aus der Verantwortung stehlen. Aber die Menschen in Varel wissen genau, wer die Entscheidungsträger sind. Schade, dass von Frau Möller als MdB und Olaf Lies als Minister und jetzt Ministerpräsident so gar keine Unterstützung kam.“
Alfred Müller: „Erst beschließt die SPD auf Bundesebene, so auch Frau Möller, das so genannte Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz, das diesen ganzen Prozess des Kliniksterbens erst in Gang gesetzt hat, und jetzt appelliert man an das Personal – das ist schon dreist!“

 „An den Menschen vorbei!“ – ZUKUNFT VAREL kritisiert die Stellungnahmen von Philippi und Möller zum St. Johannes-Hospital scharf

Pressemitteilung vom 19. Juni 2025

„Das sollen sie nun also sein, die lang erwarteten Stellungnahmen unserer so genannten Volksvertreter? Das ist ein Hohn!“, so Karl-Heinz Funke (ZUKUNFT VAREL). „Man muss sich das mal vorstellen: Die Vareler Bürger warten seit Monaten auf verlässliche Aussagen von Minister Philippi und natürlich auch von ihrer Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller, die zugleich Kreistags- und Stadtratsmitglied ist. Seit Wochen erzählt man uns, dass sich unsere Abgeordneten im Hintergrund für unser Krankenhaus einsetzen. Und was bekommen wir, nachdem man sich endlich zu einer Stellungnahme durchgerungen hat? Wieder nur halbseidene Bekenntnisse und etliche Widersprüche, aber eines nicht: ein Bekenntnis zu Varel.“

Alfred Müller, stellvertretender Vorsitzender, erläutert: „Frau Möller fordert die konsequente Umsetzung der Gutachten und damit die Schließung des Vareler Krankenhauses, sobald es eine Zentralklinik gibt, die wiederum völlig in den Sternen steht. Laut Minister Philippi ,könnte es sich anbieten, den Standort Varel zumindest so lange zu erhalten, bis (…) es eine möglicherweise zu errichtende Zentralklinik“ gibt.‘ Für versorgungsrelevant hält er Varel nicht, obwohl er selbst feststellt, dass die Geburten, die aktuell in Varel aufgenommen werden, gar nicht ohne Weiteres auf andere Krankenhäuser verteilt werden können und dass unsere Fahrzeiten im Falle einer Schließung natürlich ansteigen. Unser Ministerpräsident, der sogar aus dem Landkreis Friesland kommt, äußert sich erst gar nicht. Und das alles wird von der Vareler SPD auch noch unterstützt? Unglaublich!“

Auch Gesche Wittkowski, Vorsitzende der Wählergemeinschaft, zeigt sich enttäuscht: „Es ist doch so: Wir versuchen hier alles, um unser Krankenhaus zu retten. Wir haben großartige Mitarbeiter im St. Johannes-Hospital, wir haben über 18.000 Unterschriften und ein großes Bündnis für das Vareler Krankenhaus. Wir wissen, was wir wollen und was wir brauchen. Wir haben uns klar positioniert. Aber wir müssen uns von Gutachtern aus NRW, Ministern aus Hannover und Abgeordneten aus Berlin erzählen lassen, was „versorgungsrelevant“ für unsere Region ist, weil sie glauben, es besser zu wissen als Ärzte, Hebammen, Pfleger und Betroffene. Das geht an den Menschen völlig vorbei!“ 



 

Pressemitteilung vom 8. Mai 2025

Funke: Ein klares Votum gegen den Standort Varel und seine Bevölkerung 


ZUKUNFT VAREL hatte an den Kreistag des Landkreises Friesland den Antrag gestellt, zu prüfen, ob bei der Neuordnung der Klinikstruktur in Friesland/ Wilhelmshaven, die Kinderklinik nach Varel verlegt und gleichzeitig in Varel ein Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) eingerichtet werden könnte. Ein solches Zentrum passe auch nach Aussagen von Fachleuten sehr gut nach Varel, zumal es in der gesamten Region nur in Oldenburg und Aurich solche Einrichtungen gebe; für betroffene Kinder seien gegenwärtig Wartezeiten von bis zu 18 Monaten in Kauf zu nehmen. 

Landrat, SPD, CDU, Grüne und FDP beschlossen jetzt im Kreisausschuss bei Gegenstimme von Axel Neugebauer (ZUKUNFT VAREL), sich mit dem Antrag nicht zu befassen, weil man ja eine Zentralklinik zu bauen beabsichtige. 

„Man muss sich das vorstellen, es wird abgelehnt, das Anliegen auch nur zu prüfen, das ist ein Affront gegen alle Menschen in Varel und darüber hinaus, vor allem auch gegen jene, die sich für den Erhalt des Standortes Varel (Gynäkologie, Geburtshilfe, MVZ und ambulante Operation) entschieden einsetzen. Der Stadt Varel wird großer Schaden zugefügt“, so Funke abschließend. 

 

Pressemitteilung vom 5. Mai 2025 

„Bestehende Strukturen erhalten und weiterentwickeln!“

Nach Bekanntwerden zweier Gutachten, die die Schließung des St. Johannes-Hospitals empfehlen, haben weit über 14.000 Menschen eine Petition zum Erhalt des Krankenhauses, verbunden mit der Aufforderung die Gutachten offenzulegen, unterzeichnet. Zudem hat sich ein Bündnis für den Erhalt des Vareler Krankenhauses gegründet, das inzwischen über 100 Unterstützer verzeichnet. Darunter befinden sich namhafte Vereine und Organisationen wie der Hebammenverband Niedersachsen e.V., der Berufsverband der Frauenärzte, der Kreislandfrauenverband Ammerland-Varel, niedergelassene Fachärzte für Frauenheilkunde, Unternehmen aus Varel und Umgebung sowie Selbstständige aus medizinischen und pflegerischen Berufen.

„Diese Reaktionen zeigen deutlich, wie sehr das Vareler Krankenhaus gebraucht wird. Die bestehenden Strukturen müssen erhalten bleiben und weiterentwickelt werden“, so Gloria Thimm (ZUKUNFT VAREL). „Der Koalitionsvertrag sieht ausdrücklich vor, den Ländern die Erhaltung von Krankenhäusern im ländlichen Raum zu ermöglichen (Koalitionsvertrag Rz. 140 ff), hierzu soll die Krankenhausreform noch bis zum Sommer 2025 weiterentwickelt werden. Vor Umsetzung der im Koalitionsvertrag genannten Absichten sowie auch vor den Kommunalwahlen in Friesland im Jahr 2026 tätig zu werden und unumkehrbare Tatsachen zu schaffen, wird weder den Menschen im Landkreis noch den Beschäftigten im St. Johannes-Hospital gerecht. Die zwingende Notwendigkeit, jetzt zu handeln, ist schlicht nicht ersichtlich. Dennoch hat sich die Mehrheitsgruppe im Kreistag bestehend aus SPD, Grünen und FDP sowie auch die CDU dafür ausgesprochen, als Ziel einen Maximalversorger auf der „grünen Wiese“ zu errichten, ohne dass hierzu auch nur ansatzweise konkrete Planungen vorhanden wären.“

Eine Abstimmung soll im Kreistag am 02.07.2025 erfolgen.

Karl-Heinz Funke ergänzt: „Es besteht daher die ernst zu nehmende Befürchtung, dass das älteste Krankenhaus im Landkreis mit 150jähriger Geschichte der Gesundheitsversorgung für fahrige Pläne, deren Realisierung nicht im Ansatz absehbar ist, geopfert wird.“

„Gleichzeitig würde man eine renommierte Frauenklinik, die sich erst im vergangenen Jahr erfolgreich zur Geburtsklinik zertifizieren konnte und die einen über die Grenzen Varels hinaus bestehenden guten Ruf hat, schließen“, so Thimm weiter. „Noch im Jahr 2023 wurde seitens des Landkreises ein Versorgungsauftrag der Frauenklinik für Friesland und auch die Wesermarsch eindeutig bejaht. Noch im Februar 2025 wurde das ambulante OP-Zentrum vom Land Niedersachsen mit einer Summe von 2,25 Millionen Euro gefördert. Die Politik hat dem ambulanten OP-Zentrum nicht einmal eine Chance gegeben, sich mit seinem Leistungsspektrum in der Region zu etablieren. Gleichzeitig wird das Leistungsangebot des OP-Zentrums gar nicht auf der Homepage der Klinik beschrieben.“

„Wir werden uns auch weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen, dass die medizinische Versorgung, insbesondere von Frauen, im südlichen Friesland und in der Wesermarsch gesichert bleibt“, so Thimm und Funke abschließend.

 

Pressemitteilung vom 16. April 2025: ZUKUNFT VAREL fordert Kinderklinik für Varel 


Im Rahmen einer sehr gut besuchten offenen Mitgliederversammlung hat die Wählergemeinschaft ZUKUNFT VAREL über den derzeitigen Stand der Diskussionen rund um den Krankenhausstandort Varel und mögliche künftige Entwicklungen gesprochen. Am Ende der Sitzung war klar: Die Mitglieder und Unterstützer der Wählergemeinschaft ZUKUNFT VAREL und viele Bürgerinnen und Bürger wollen die im St. Johannes-Hospital verbliebenen Abteilungen Gynäkologie und Geburtshilfe sowie das ambulante Operations-Zentrum, das MVZ und die Facharztpraxen unbedingt am Standort Varel halten. 


„Die ersatzlose Schließung der Gynäkologie und Geburtsheilkunde am Standort Varel, wie sie im Gutachten zur Zukunft der Klinikstandorte in Friesland und Wilhelmshaven vorgeschlagen wird, bedeutet eine dramatische Verschlechterung der Gesundheitsversorgung für Frauen“, stellt Ratsfrau Gesche Wittkowski klar. „Das St. Johannes-Hospital und seine Beschäftigten haben sich über Jahre einen exzellenten Ruf erarbeitet, der weit über die Stadt- und Kreisgrenzen hinausgeht. Diese Fachkompetenz und auch das Vertrauen der Patientinnen und ihrer Familien in unsere Frauen- und Geburtsklinik dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden.“ Die Wahrheit sei auch, dass die Vareler Aufsichtsratsmitglieder der CDU/SPD und Grünen die Entwicklung zu verantworten hätten, weil sie die Aufgabe der „Inneren“ als ein Kernelement im St. Johannes-Stift mit beschlossen haben. 

Karl-Heinz Funke, Kreistagsabgeordneter und Mitglied im Aufsichtsrat der Frieslandkliniken ergänzt: „Die Schließung der Gynäkologie, der Geburtenstation sowie des ambulanten OP-Zentrums würde Varel als Klinikstandort endgültig von der Landkarte tilgen. Neben den Auswirkungen auf die Patienten und ihre Familien hätte das auch Folgen für die Beschäftigten der Frieslandkliniken am Standort Varel sowie für sämtliche Betriebe aus den Bereichen Zulieferung und Dienstleistung, die mit dem St. Johannes-Hospital zusammenarbeiten. Das können und wollen wir nicht hinnehmen“ 


Vorsitzende Gesche Wittkowski schlug den Anwesenden schließlich Forderungen zum Erhalt der Abteilungen und zur Erweiterung dieses Angebotes um eine Kinderklinik und ein Sozialpädiatrisches Zentrum vor. „Diese Maßnahmen bündeln die medizinischen Leistungen für Mütter und Kinder. Die Ergänzung der Gynäkologie und Geburtshilfe um die Kinderklinik und ein neues SPZ ermöglichen eine ganzheitliche und interdisziplinäre Zusammenarbeit der medizinischen Abteilungen zum Wohle der kleinen und großen Patienten“, so Gesche Wittkowski. 


Am Ende der lebhaften Diskussion bedankten sich die Vorsitzenden für die zahlreichen aufschlussreichen Wortmeldungen und sicherten zu: „Wir stellen noch morgen den Antrag, diese Vorschläge prüfen zu lassen. Aber – das gehört zur Wahrheit – wir brauchen eure Unterstützung. Sprecht mit den Leuten über unsere Vorschläge, damit sie merken, dass wir das St. Johannes-Stift nicht kampflos aufgeben.“ 

Pressemitteilung vom 22. Februar 2025: 
2,3 Millionen für Vareler Klinik: Dümmer geht’s nimmer!

Es kommt mittlerweile in der Politik zu oft vor: Persönliches Unvermögen gekoppelt mit Volksverdummung.
Zum Sachverhalt: Das Land Niedersachsen verspricht für die Aufgabe der „Inneren Medizin“ (ca. 50 Betten) im St.-Johannes-Stift 1,7 Millionen. Die Kreistagsabgeordneten, auch jene von SPD, CDU und Grüne aus Varel, beschließen die Aufgabe der Inneren und versetzen damit dem Vareler Krankenhaus den Todesstoß.
„Jetzt kommt ein Zuschuss vom Land von 2,3 Millionen Euro; und einige jubeln. Schon zu meiner Lehrlingszeit hieß es: Dümmer geht’s nimmer! Dass die hiesige Bundestagsabgeordnete, Frau Möller, dies alles mitgetragen und dem Krankenhausgesetz in namentlicher Abstimmung im Bundestag zugestimmt hat und sich dessen auch noch rühmt, ist schlicht dreist. Konnte man anderes erwarten? Die Frage stellen, heißt die Antwort kennen“, so Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Funke (ZUKUNFT VAREL).

Wer lügt denn da? 

Der gescheiterte Gesprächsversuch zwischen SPD-Ortsverein, Betriebsrat und Geschäftsführung des Vareler Krankenhauses lässt vor allem zwei Fragen aufkommen: Wer lügt denn da? Und: Haben alle Tinte gesoffen? 

Dass es dringenden Gesprächsbedarf gibt, hat Aufsichtsratsmitglied Karl-Heinz Funke schon im Jahr 2023 und wieder 2024 deutlich gemacht: „Alle Bundestags- und Landtagsabgeordneten müssen an einen Tisch!“ Dieser Forderung folgte dann aber die Mitteilung des Aufsichtsratsvorsitzenden, Landrat Ambrosy, man habe keinen gemeinsamen Termin finden können. 


Der Bundestagswahlkampf rückt das Vareler Krankenhaus nun offensichtlich ins Blickfeld der Vareler SPD und der Kandidatin Siemtje Möller. Dabei ist sie in Sachen Krankenhaus in der Vergangenheit nicht sonderlich engagiert gewesen: Sie hat im Kreistag und im Stadtrat nie konkret etwas zum Thema Krankenhaus gesagt und dem „Krankenhausgesetz“ im Bundestag zugestimmt. 



Ähnlich unrühmlich ist das Verhalten der Vareler SPD-Vertreter im Aufsichtsrat der Friesland-Kliniken: Sie haben der Abgabe der Betten der Inneren Medizin für 1,7 Millionen Euro zugestimmt; diese Mittel sind im Übrigen bisher nicht eingegangen.